| 5. Schiessausbildung
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1. Stellung Beim Aufstellen der Zweibeinstütze achte man unbedingt darauf, dass diese senkrecht steht. Die Beine halte man leicht gespreizt.
Der Körper liegt in der Regel entspannt in der Verlängerung der Waffe. Der Anschlag soll eine normale Blickrichtung ermöglichen. Wichtig ist, dass der Druck der rechten Hand am Pistolengriff (Linksschützen linke Hand am Pistolengriff) bei jeder Schussabgabe gleich bleibt. Mit der anderen Hand kann die Waffe am Kolben hals, am unteren Kolbenende oder am Magazin gehalten werden. Man suche eine möglichst lockere, entspannte Stellung. die Distanz zwischen den Ellbogen richtet sich nach dem Neigungswinkel des Bodens.
Der Abstand des Auges vom Diopter-Visier soll ein Zentrieren des Korntunnels ermöglichen. Der Augenabstand zum Diopter-Visier soll nicht durch Strecken oder Zurückbeugen des Halses, sondern durch Verschieben des Körpers schräg zur Schussrichtung nach rechts bzw. links geändert werden. |
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2. Zielen Durch das Zielen werden das Auge, die Visierung und der Halteraum des Zieles auf eine Linie gebracht. Das Stgw ist mit einer Dioptervisierung ausgerüstet, welche das Zielen wesentlich vereinfacht. Der Schütze muss dabei nur darauf achten, dass er das Korn auf den Halteraum (das Ziel) ausgerichtet hat, wobei die volle Sehkraft auf das Korn zu richten ist. Also konzentrieren wir uns auf nachfolgende zwei Visierelemente: Das Korn und den Halteraum (Ziel) Das Symmetriegefühl jedes Menschen ist so ausgerichtet, dass das Korn automatisch genügend im Diopter zentriert wird. Dadurch erübrigt es sich, dass der Schütze das Korn im Dioptergesichtsfeld genau zentriert. Wenn die seitlichen Lichtringe nicht symmetrisch erscheinen, so deutet dies darauf hin, dass die Schützenstellung nicht richtig ausexerziert ist. Auf allen Distanzen wird das Korn auf den Halteraum der Zielmitte in
Übereinstimmung gebracht. Es wird somit "Fleck" gezielt.
Eine koordiniert Schussauslösung ist nur möglich, wenn mit unserem Auge die volle Sehkraft auf das Korn ausgerichtet ist. Der Diopter stellt uns dabei eine optimale Tiefenschärfe her, insofern der Schütze mit der richtigen Schiessstellung einen Augenabstand von ca. 10cm hat. Mit Hilfe des Zielens wird die Waffe mit dem Korn auf den Halteraum (das Ziel) ausgerichtet. Es erübrigt sich somit eine genaue Zentrierung des Korntunnels im Diopterloch oder ein Betrachten des Zieles. Ist der Schütze mit voller Konzentration mit dem Abzug am Druckpunkt, so ist eine Schussauslöung innert einer maximalen Zeit von 4-6 Sekunden möglich. Die Sehkraft lässt nach dieser Zeit rasch nach. Ein guter Schuss ist somit nicht mehr möglich. Der Zielvorgang muss wiederholt werden. |
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3. Schussauslösung (Abziehen) Der Abzugfinger (Zeigefinger) wird so an den Abzug geführt, dass dieser in
der ersten Gelenkbiege gedrückt wird. Die übrigen zwei Gelenkglieder müssen
frei sein und dürfen ausser dem Abzug keinen anderen Teil der Waffe berühren. |
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4. Atmung, Zielen, und Schussauslösung Die Fertigkeit in der Atem-, Ziel und Schussabgabetechnik erhält der Schütze vor allem mit einem ausgewogenen Trockentraining (Schussabgabetraining "trocken " ohne Munition). Wie die meisten sportlichen Tätigkeiten basiert auch das Schiessen auf der Koordination der motorischen Fähigkeiten, welche ohne Munition trainiert werden können. |
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5. Atmung Der Atmungsprozess ist für den allgemeinen Körperzustand (Blutkreislauf, Sauerstoffaufnahme, Stoffwechsel) von grosser Bedeutung. Eine falsche Atmung kann die Leistungsfähigkeit beim Schiessen stark reduzieren. Wenn der Schütze zu zielen beginnt, so wird die Atmung flacher und nach zwei bis drei Atemzüge ganz angehalten (ca. 3-5 Sekunden). Während dieser Phase wird der Schuss ausgelöst und die Atmung setzt wieder normal ein. Der Atme kann maximal 8 Sekunden angehalten werden. Konnte der Schuss in dieser Zeit nicht ausgelöst werden, so muss neu durchgeatmet werden.
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6. Die Koordination Die Koordination ist das Zusammenspiel zwischen dem Erfassen des Zielbildes und des Abziehens. Dabei werden die Informationen unserer Sinnesorgane (Auge und Haut des Abzugsfingers) in Übereinstimmung gebracht. Stimmen diese Werte, so werden über das Nervensystem die Muskeln des Abzugfingers bewegt. Somit wird der Druck kontinuierlich erhöht, bis der Abuzg am mechanischen Anschlag ansteht. Die Schussauslösung ist somit unbewusst erfolgt. Ein häufiges Betrachten unseres Zielbildes gegen einen weissen Hintergrund, sowie ein häufiges Abtasten des Druckpunktes erhöhen die gute Koordination. Dieses Trockentrining ist sehr wirkungsvoll, da die günstigen Werte im Gehirn abgespeichert werden. |
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7. Korrigieren, Justieren Mit dem Korrigieren werden die Tagesunstimmigkeiten (Wind, Beleuchtung, Niederschläge) ausgeschaltet. Eine Korrektur soll in der Regel nur aufgrund der Lage des mittleren Treffpunktes von 3 Schüssen erfolgen. Durch Drehen der Höhen- bzw. der Seitenkorrekturschraube um eine Rastestellung verschiebt sich der mittlere Treffpunkt in der Höhe bzw. in der Seite um 0,015%. Dies ergibt:
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8. Höhenkorrekturen ►Schusslage tief:
1. Korrektursymbol Schusslage tief
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9. Seitenkorrekturen ►Schusslage links:
1. Korrektursymbol Schusslage links
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10. Aussere Einwirkungen auf die Treffpunktlage Bei richtigem Zielen und Abkommen gehen die Schüsse in der Regel:
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